PROGRAMM Juli–August 2009

aktualisiert am 27.7.2009

Ein jeder nach seiner Facon
300 Jahre Zuwanderung nach Kreuzberg und Friedrichshain

Ständige Ausstellung
Geschichte wird gemacht

ethnicity
Fotoporträts von Michael Hughes.
Großdia-Inszenierung im Glasturm des Kreuzberg Museums
Michael Hughes hat im Sommer 2008 in einem mobilen Freiluftatelier an verschiedenen Stellen im Bezirk Kreuzberger/innen und Friedrichshainer/innen portraitiert. Groß-Diapositive mit den so entstandenen Portraits werden auf den Scheiben des gläsernen Treppenhauses des Kreuzberg Museums angebracht, so dass die Fotografien tagsüber vom Treppenhaus aus gegen das Tageslicht betrachtet werden können und abends und nachts von außen gegen das erleuchtete Treppenhaus. So entsteht eine Licht-Foto-Skulptur
– zusammengesetzt aus den vielgestalten Gesichtern der Friedrichshainer und Kreuzberger.

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Ausstellung
...ein jeder nach seiner Façon?
300 Jahre Zuwanderung nach Friedrichshain-Kreuzberg

Eine Ausstellung über die 300jährige Geschichte der Zuwanderung in das Gebiet des heutigen Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, Berlins klassisches Einwandererquartier. Die Ausstellung dokumentiert, wie Armut, Krieg und Verfolgung Menschen dazu zwangen, ihre Heimat zu verlassen und in fremder Umgebung ein neues Leben zu beginnen - angefangen von den hugenottischen und böhmischen Glaubensflüchtlingen im 18. Jahrhundert bis zu den Kriegsflüchtlingen und Asylsuchenden unserer Zeit. Im sechzigsten Jahr nach der Kapitulation und Befreiung Deutschlands gilt ein besonderes Augenmerk den Themen Zwangsdeportation, Flucht und Vertreibung im Verlauf und in der Folge des Zweiten Weltkriegs. Ebenso berücksichtigt ist die Geschichte der Arbeitsmigration aus der Türkei nach Kreuzberg und aus Vietnam nach Friedrichshain.

Manche Einwanderergruppen entwickelten in Berlin eine ausgeprägte Gruppenidentität und grenzten sich zunächst von der Aufnahmegesellschaft ab, andere trachteten danach, sich den dort vorgefundenen Lebensmustern schnell anzupassen und sich zu assimilieren. Konflikte zwischen Immigranten und der ansässigen Bevölkerung waren noch Jahrzehnte nach ihrer Ankunft keine Seltenheit. Die meisten Einwanderergruppen betrachteten sich aber nach einer gewissen Aufenthaltsdauer als konstitutiver Teil des Gemeinwesens, in dem sie nun lebten, und prägten es nachhaltig. Wie die Aufnahmegesellschaft und ihre Institutionen jeweils auf die Ankömmlinge reagierte und welche Mechanismen und Verhaltensweisen sie entwickelte, um sie zu integrieren oder auszugrenzen, wird in der Ausstellung thematisiert. Es zeigt sich, dass es stets von unterschiedlichen Faktoren und Standpunkten abhängt, ob Migranten als Bereicherung oder Bedrohung empfunden werden.

Mittwochs bis sonntags 12-18 Uhr

Sie können zwei vertiefende Artikel dazu lesen: aus dem Museumsjournal IV/2005 und aus dem Nachrichtenblatt des Siebenbürgischen Museums Gundelsheim

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Ständige Ausstellung

Geschichte wird gemacht
Rund 30 000 Besucher/innen haben die von fast 100 Mitwirkenden erarbeitete Ausstellung zur Geschichte der Stadtsanierung und Protestbewegung rund um das Kottbusser Tor in den vergangenen 1 1/2 Jahren gesehen. Als Dauerausstellung zur Geschichte der Stadterneuerung in Kreuzberg seit 1945 bleibt sie in veränderter Form für das Kreuzberg-Museum erhalten.

Mittwochs bis sonntags 12-18 Uhr

Eine ausführliche Projektbeschreibung finden Sie hier, auf der Homepage der "Sozialen Stadt".

Zum Thema: Ein Gespräch mit dem Stadtplaner Prof. Peter Zlonicky im Kreuzberg Museum.

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