Geschichte vor Ort

Gedenken an das Frauengefängnis Barnimstraße
Stolpersteine
Neu: Audioführungen zu Stolpersteinen in Kreuzberg und Friedrichshain
Antifaschistisches Gedenktafelprogramm

Buchdruckerei Schneider
Benennung neuer Straßen auf dem Anschütz-Gelände


Zeitzeugen gesucht


Das Bezirksmuseum Friedrichshain-Kreuzberg sucht Zeitzeugen:
Wer kann Geschichten über die Spree als “Grenzfluß”
von 1945 bis 1989 erzählen?

Für eine Ausstellung zum 20. Jahrestag des Mauerfalls suchen wir Erinnerungen und Dokumente, die etwas über die Zeit der Teilung Berlins vermitteln können: Berichte über persönliche Erlebnisse, die sich zwischen Friedrichshain und Kreuzberg diesseits, jenseits und auf der Oberbaumbrücke zugetragen haben.

Wer kannte die auf der Ehrentafel im Rathaus Kreuzberg
verzeichneten Opfer des NS?

Im ehemaligen Kreuzberger Rathaus in der Yorckstraße 4-11 hängt im Foyer des ersten Stockwerkes eine Ehrentafel mit den Namen von 98 Personen aus Kreuzberg, die in den Jahren 1933 bis 1945 in Haft- und Hinrichtungsstätten und in Konzentrationslagern ermordet wurden oder in der Haft verstarben (pdf mit den Namen hier). Diese Tafel wurde auf Initiative des OdF-Bezirksausschuss Kreuzberg erarbeitet und am 14. September 1947 eingeweiht. Wir suchen Menschen, die etwas über die dort genannten Personen erzählen können. Eine Liste der Namen auf der Ehrentafel können Sie hier ansehen oder herunterladen.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen bzw. weitere Nachfragen haben, dann melden Sie sich bitte bei Herrn Düspohl oder Frau Döhnel unter 5058-5233 / -35 oder per e-mail: m.duespohl@kreuzbergmuseum.de

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Gedenken an das Frauengefängnis Barnimstraße
Die überarbeitete Ausstellung der Geschichtswerkstatt Georg-Weerth-Oberschule und des Paul Singer Vereins ist in einer out-door-Version seit Ende Februar am Zaun der Jugendverkehrsschule in der Weinstraße gegenüber der Georg-Weerth-Oberschule zu sehen. Hier finden Sie eine Online-Version der Ausstellung.
Gefördert aus Mitteln des Lokalen Aktionsplans Friedrichshain-Kreuzberg im
Rahmen des Bundesprogramms "Vielfalt tut gut"

Kunstwettbewerb zur Erinnerung an das Frauengefängnis Barnimstraße

Realisierungsempfehlung
„Hörweg durch ein Gefängnis für Frauen und 5 politische Systeme“
von christoph meyer chm.

Sieben Künstlerinnen und Künstler waren aufgefordert, ein Gesamtkonzept zur Erinnerung an das ehemalige Frauengefängnis Barnimstraße zu entwickeln.
Am 7. Mai hat das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Dr. Stefanie Endlich den Entwurf „Hörweg durch ein Gefängnis für Frauen und 5 politische Systeme“ von christoph meyer chm. zur Realisierung empfohlen.
Ein Audioweg mit Kopfhörern wird nun das Eintauchen in die persönlichen Erfahrungen der in der Barnimstraße inhaftierten Frauen und die genaue Rekonstruktion des nicht mehr existierenden Gebäudes ermöglichen. Die Hörenden begegnen gehend der Geschichte des Ortes und finden sich in Situationen der dort inhaftierten Frauen in verschiedenen politischen Systemen. Sie werden in die Perspektive dieser Frauen eingeführt und mit Entscheidungen, die sie damals ins Gefängnis brachten, konfrontiert.

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Stolpersteine
zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus

»Stolpersteine« sind in den Bürgersteig eingelassene Pflastersteine mit Messingtafeln, die an den früheren Wohnorten der Opfer des Nazi-Regimes über deren Schicksal informieren. Über 500 Stolpersteine wurden bisher von Gunter Demnig, dem Initiator des Projektes, im Bezirk verlegt. Um Stolpersteine vor möglichst vielen Friedrichshainer und Kreuzberger Häusern im Bürgersteig verlegen zu können, werden weitere Paten gesucht, die bereit sind, mit jeweils 95 Euro die Herstellung eines Steins zu finanzieren.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Stolpersteinprojekt für Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg
c/o Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstr. 13–14
10785 Berlin-Mitte

Frau Weinholz, Frau Kühne, Herr Burkhard
Tel. 26 39 89 014
stolpersteine@GDW-berlin.de

Ein ausführliches Interview zu „Stolpersteine“ in Berlin-Kreuzberg von Brinda Sommer (Publizistin) mit Martin Düspohl (Leiter des Kreuzberg Museums) können Sie hier herunterladen.

Ab 6. November 2008 im Kino:

Film
STOLPERSTEIN von Dörte Franke
Der Film STOLPERSTEIN ist sowohl Künstlerporträt als auch Roadmovie und zugleich die Geschichte des größten dezentralen Denkmals der Welt. Im Zentrum steht Gunter Demnig, Konzeptkünstler mit Cowboyhut, der mittlerweile über 12.000 Namen vergessener Nazi-Opfer in die Bürgersteige Deutschlands und Europas einbetoniert hat.
Sein Projekt wird von Neonazis bekämpft, von einigen Vertretern der Jüdischen Gemeinde abgelehnt und ist mancherorts sogar verboten. Doch hinter jedem »Stolperstein« stehen engagierte Helfer und private Spenden. In den letzten Jahren hat sich eine regelrechte Bürgerbewegung formiert, die täglich weiter wächst. Der Film begleitet einen rastlosen Künstler, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, ausgelöschte Biografien zurück in den Alltag zu bringen.

Hier können Sie den Trailer zum Film anschauen.

Nach ersten Verlegungen in Köln (1995) und Berlin-Kreuzberg (im Rahmen einer Ausstellung der NGBK 1996) erfolgte die Verstetigung des Projektes auf Initiative des Kreuzberg-Museums, das bis heute die Berliner Koordinierungsstelle betreibt.

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Antifaschistisches Gedenktafelprogramm
Alternativ und ergänzend zum offiziellen "Berliner Gedenktafelprogramm" realisiert der Bezirk seit 1985 das Kreuzberger Antifaschistische Gedenktafelprogramm. Trägerin ist die Kreuzberger Bezirksverordnetenversamm- lung. Die Gedenktafeln ehren an den Orten ihres Wirkens Personen, die Widerstand gegen den Deutschen Faschismus leisteten, und werden individuell von Künstlern gestaltet.

Zu den genauen Standorten der Gedenktafeln

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Buchdruckerei Schneider
Die 1928 gegründete Buchdruckerei Schneider ist seit Mai 2006 im Kreuzberg-Museum zu finden. Ihre Originalausstattung und die dort gezeigte Ausstellung über die Geschichte des Familienbetriebes sowie über das Drucken und Setzen im Hochdruckverfahren erinnern an die große Tradition des Berliner grafischen Gewerbes.

Öffnungszeiten: Mittwoch-Freitag 12-16 Uhr
Adalbertstr. 95A, 10999 Berlin
Tel. 50 58 52 32

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Benennung neuer Straßen auf dem Anschütz-Gelände (Arena am Ostbahnhof)

Am 16. November 2006 wurden die im Rahmen der Erschließung neu entstandenen Straßen im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Ortsteil Friedrichshain, wie folgt benannt:

Mariane-von-Rantzau-Straße
Valeska-Gert-Straße
Wanda-Kallenbach-Straße
Mildred-Harnack-Straße
Helen-Ernst-Straße
Hedwig-Wachenheim-Straße
Tamara-Danz-Straße

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Hier können Sie die ausführliche Pressemappe zur Straßenbenennung herunterladen (2,2 MB).