25. Oktober 2003 bis 17. Januar 2004
Friedrichsberg
Der vergessene Ort
 

In Friedrichsberg, einem historischen Stadtteil um den heutigen S-Bahnhof Frankfurter Allee zwischen Niederbarnim- und Pfarrstraße lebten um 1910 etwa 50 000 Menschen. Es gab einen Bahnhof Friedrichsberg und eine Friedrichsberger Bank. Bomben, Abriß und Umbauten verwischten die Spuren urbaner Vergangenheit. 1780 errichtete ein hugenottischer Gärtner auf der Lichtenberger Feldmark mit königlicher Unterstützung sein Anwesen. Nach 100 Jahren breitete sich an der einstigen Gärtneransiedlung eine der Arbeitervorstädte Berlins aus. Bereits vor dem 1. Weltkrieg kamen Ostjuden, die vor der Verfolgung in Russland und Polen flohen. Hunger, Elend und Not bestimmten das Leben in dieser Gegend. Als 1920 Berlin neu gebildet wurde, war von Friedrichsberg keine Rede mehr. Die Ausstellung porträtierte mit der Darstellung von Einzelschicksalen und historischen Begebenheiten ein eigenwilliges Kapitel Berliner Stadtgeschichte.

Frankfurter Allee am Ringbahnhof, um 1900
© Heimatmuseum Friedrichshain