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Eine Ausstellung über die Geschichte der Kindernähmaschinenfabrik
F.W. Müller jr., die seit 1868 ihren Sitz in der Mariannenstraße 9, später
in der Cuvrystraße 20 und 23, hatte. Die Geschichte dieser Fabrik spiegelt
die Gewerbeentwicklung des Südens und Süd-Osten Berlins vom Handwerkerviertel
zum Exportzentrum der aufstrebenden Industriestadt:
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Ein findiger Mechanikus, Friedrich Wilhelm Müller, stellt 1868 in einem
Werkstattkeller an der Mariannenstraße 9 eine Drehbank auf und beginnt
mit der Herstellung von Nähfüßchen. 1888 entwickelt er seine erste Kindernähmaschine,
die so großen Absatz findet, dass die Räumlichkeiten bald nicht mehr ausreichen.
1892 erwirbt die Firma eine Fabrik mit Wohngebäuden an der Cuvrystraße,
heute unter dem Namen "Kerngehäuse" ein berlinweit bekanntes Zentrum für
alternatives Leben und Arbeiten. In den Jahren 1900 bis 1914 produziert
F. W. Müller jährlich etwa 350 000 bis 400 000 Kindernähmaschinen, die
Zahl der Arbeiter und Angestellten erreicht die stolze Zahl von 600. Der
größte Teil der Produktion wird in das Ausland exportiert, vornehmlich
in die USA.
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